Yelp / Qype: Bewertungen verschwunden und was man jetzt tun kann

Oder: wie die Übernahme eines bekannten und renommierten Portals in einem Desaster endet und was man jetzt tun kann, um seine Online Reputation zu retten

 

Mitte 2013 bekamen Inhaber von Qype Seiten eine Nachricht, dass das bekannte und suchmaschinenstarke Bewertungsportal jetzt vom U.S. amerikanischen Yelp geschluckt wurde. Die Gründer von Qype haben sich über den wohlverdienten Exit gefreut und die User und Seiteninhaber an nichts Böses gedacht.

Doch dann ging es los. Die Qype Seiten wurden in Yelp „migriert“. Und mit den Seiten und Firmeninformationen natürlich auch die alten Bewertungen.

Alle alten Bewertungen? Mitnichten. Es wurde ein für die Öffentlichkeit undurchschaubarer Algorhytmus angewandt, der etliche alte Bewertungen verschwinden lies. Übrig blieben bei vielen Seiten nur noch wenige, meist negative Bewertungen. So z.B. auch bei unserem Kunden KiteWorldWide, einem kleinen Spezial Reiseveranstalter. Dieser hatte vor der Migration 12 öffentliche Bewertungen. Nicht viel, aber immerhin ein Schnitt von 4,5 Sternen. Nach der Migration blieben nur noch 2 Bewertungen übrig, merkwürdigerweise nur negative Bewertungen. 

Wir konnten dieses auf vielen einschlägigen Online Portalen und Foren beobachtetet Phänomen sowohl bei eigenen Kunden als auch durch Zuschriften weiterer, um ihre Online Reputation besorgter Händler und Dienstleister beobachten und bestätigen. 

Auch die Presse berichtete ausführlich, u.a. das Hamburger Abendblatt, der Stern und die Computerbild.

Doch was kann man jetzt tun? Was sind Maßnahmen, um die Yelp Bewertungen wieder herzustellen?Yelp bitten, die alten Bewertungen wieder herzustellen?

Ja, kann man machen, aber das bringt (aus eigener Erfahrung) nichts. Es wird auf den allgemeinen Algorhythmus verwiesen.

Im Unternehmensprofil auf die verschwundenen Bewertungen hinweisen? 

Das wäre eine der Möglichkeiten, die für uns akzeptabel erscheinen. Ein persönlicher Hinweis des Unternehmens, dass weitere, positive Bewertungen existieren und diese auf Grund eines Alghorhytmus gelöscht wurden. Das haben wir bei einem Kunden probiert, kurze Zeit später bekamen wir den Hinweis, dass dieser Eintrag nicht bestätigt (Anm. d. Red.: gelöscht) wurden.

Nutzer auffordern, Bewertungen einzustellen, damit der Schnitt wieder besser wird?

Mitnichten. Das ist laut Yelp Nutzungsbedingungen untersagt.

Rechtlich gegen die Yelp Informationen vorgehen?

Das wäre der nächste Schritt, den wir aber noch nicht gegangen sind und dessen Ausgang sicher fragwürdig erscheint. Es gibt allerdings bereits Berichte zu Sammelklagen, u.a. auf Chip.de.

Und sonst?

Ruhig bleiben!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Unternehmen, die einen solchen digitalen Bockmist bauen, es nicht lange überleben.

Entweder die Stellschrauben werden neu gedreht und die alten, echten Bewertungen wiederhergestellt oder das Portal wird über kurz oder lang nicht mehr Ernst genommen von der Community.

 Was gibt es jetzt für Alternativen zu Yelp / Type Bewertungen?

 Facebook Orte 

Vielen Seiteninhabern sind die Bewertungs-Sternchen bei Facebook Orten aufgefallen. Lokale Geschäfte, deren Adresse mit der Facebook Seite verknüpft sind, werden automatisch zum sogenannten „Ort“. Die Bewertungen gewinnen durch die soziale Komponente auf Facebook an Glaubwürdigkeit. Auch kann man seine Kunden und User um eine Bewertung bitten und animieren.

Google+

Unsere Meinung zu Google+ ist weiterhin gespalten und wir warten auf eine Entwicklung der Aktivität der User (oder auch „Karteileichen“). Bis dahin dient Google+ unserer Meinung eher nicht als Alternative.

Tripadvisor

Ein Portal, das für einige der Kernzielgruppen von ehemaligen Qype Seiteninhabern eine Alternative darstellen könnte ist Tripadvisor. Gerade touristische Dienstleister wie Gastronomiebetriebe, Hotels, etc. werden sich auf diesem Portal schnell wiederfinden.

 Trusted Shops / Ekomi als Alternative zu Qype / Yelp

Abhilfe schaffen könnten evtl. eine (kostenpflichtige) Bewertungsplattform wie Trusted Shops oder ekomi. Kunden werden nach dem Kauf (bzw. nach der Reise) über ein System angeschrieben und können ihren Kauf bewerten. Das funktioniert auch für lokale Dienstleister mit einer Online Präsenz. Schlechte Bewertungen werden dort auch nicht sofort online gestellt, sondern über ein internes System “geschlichtet”. Sobald man dann einige Bewertungen hat kann man ein sog. Widget auf seiner Seite einbauen, dass die Gesamtbewertung (im Sterne-System) anzeigt.

 

Habt ihr auch Erfahrungen mit der Yelp / Qype Umstellung und der Löschung vieler positiver Bewertungen? Schreibt uns, was ihr meint und wie es weitergeht im Markt der Bewertungsportale.

(Dieser Artikel spiegelt die Meinung des Autors Jürgen Sievers wider und nicht zwingend die des Unternehmens 27social).

 

 

 

 

 

 

 

Dale Carnegie Zitatewettbewerb-App auf Facebook

Dale Carnegie Deutschland sucht das beste Zitat auf Facebook! Als Gewinn für die Facebook App steht ein Intensivtraining im Wert von 1.700€ bereit. Realisiert wurde das Gewinnspiel durch die Hamburger Social Media Agentur 27social.

Hier geht es zum Wettbewerb: http://bit.ly/DaleCarnegie-Zitatewettbewerb finden.

Bildschirmfoto-2012-10-09-um-15.39.43227social hat die Facebook App so aufgesetzt, dass die Fans der Seite die Zitate anderer User mit dem Daumen hoch oder runter, also dem “Hot or Not” Prinzip bewerten können. Im Anschluss kann ein eigenes Zitat eingestellt und auf der eigenen Facebook Page geteilt werden um auch die eigenen Freunde zum Voten zu animieren, denn das Ziel eines Jeden ist selbstverständlich den ersten Platz zu belegen. Das eigene Zitat kann nicht nur einmalig, sondern so oft wie gewünscht auf der eigenen Pinnwand geteilt werden. Bildschirmfoto-2012-10-09-um-15.40.142

Bildschirmfoto-2012-10-09-um-15.48.292Die erste Runde beginnt am 8. Oktober und endet am 29. Oktober 2012 (Abstimmungszeitraum). Innerhalb der anschließenden 48 Stunden gibt Dale Carnegie Deutschland den Gewinner des Intensivtrainings im Wert von 1.700 € bekannt.

http://bit.ly/DaleCarnegie-Zitatewettbewerb

 

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“Wir machen dieses Social Media” Erfahrungsberichte und Tipps von Profis

Taadaaa, da ist es, das Social Media Buch “Wir machen dieses Social Media” mit einem ganzen Haufen Erfahrungsberichte und Tipps von den Profis.
Wir freuen uns, dass wir zu solch einem Profi auserwählt wurden und ein Kapitel zu diesem spannenden Buch beitragen durften!
Wir berichten ausgiebig von unserem Spezial-Reiseveranstalter KiteWorldWide als Facebook Experiment und zeigen auf, wie aus einem Hobby mithilfe von Social Media, geschicktem Content Management und außergewöhnlichen Reiseangeboten der inzwischen beliebteste Anbieter für diese kleine, aber feine Zielgruppe der Kitesurfer geworden ist.

Ebenfalls haben sich Profis aus den unterschiedlichsten Branchen in diesem Buch zu Wort gemeldet und berichten über ihre Erfahrungen mit “diesem Social Media”, geben Tipps und erzählen ebenso was man möglichst vermeiden sollte.

Hier gibt es das Meisterwerk ganz flott zu bestellen: http://amzn.to/1dCw1qy

Nein, Facebook hat die Reichweite von Seiten nicht beschränkt um mehr hervorgehobene Beiträge zu verkaufen!

Es kursierten in letzter Zeit diverse Gerüchte um das Thema Edge Rank und die angebliche Reichweiteneinschränkung von Beiträgen der Facebook Seiten. Dies hat Facebook eingefädelt, munkelte man, um das Produkt Promoted Posts besser verkaufen zu können. Diese ganzen Gerüchte haben verständlicherweise unter den Facebook Seiteninhabern zu Tumult und großer Sorge geführt. Josh Costine publizierte zu diesem Thema einen sehr interessanten Artikel auf der TechCrunch.com, nimmt den umstrittenen Beitrag von Dangerous Minds „Facebook: I want my Friends back“ ordentlich auf die Schippe und widerlegt das Gerücht mit Zahlen.

Der Ursprung der Gerüchte rührt von einem Blogbeitrag auf Dangerous Minds, in welchem behauptet wird, Facebook hätte die Reichweite von Beiträgen gedrosselt und dies würde man an dem verringerten Verkehr auf der Website merken.  Zu genau der selben zeit lancierte Facebook die neue Funktion „Promoted Posts“ mit welcher man die Beiträge von Facebook Seiten verstärken kann (einfache Ads Schaltung). Natürlich stand sofort die Vermutung im Raum, Facebook hätte die Reichweite nur gedrosselt um die neue Funktion besser verkaufen zu können.

Auf dieses Gerücht hin widerlegt Josh Constine die Denkfehler im Artikel von Dangerous Minds. Auch vorher hat ein Facebook Popst nicht 100% der Fans erreicht, das ist die wichtigste Aussage. Schon im Februar nannte Facebook 16% als die durchschnittliche Reichweite, da z.B. nie alle Fans zur selben Zeit online sind und den Post sehen.

Grund hierfür ist hauptsächlich das unglaubliche und stetige Wachstum von Facebook; der Fanzahlen, aber besonders der Verbindungen auf Facebook. Fans sind mit immer mehr Seiten, Interessen und Fans verbunden, das die Beiträge dieser im Newsfeed immer mehr miteinander konkurrieren. Mit der Gesamtanzahl der Beiträge nimmt die Interaktion auf einzelne Beiträge ab, was auf Grund des Edge Ranks dazu führt, dass die Beiträge weniger oft geschaltet werden.

Ein weiterer Aspekt sind Spam Meldungen. Durch die häufig irrelevanten Inhalte die Facebook Seiten bietet Facebook den Usern die Möglichkeit Beiträge als Spam zu markieren. Seiten mit vielen Spam Meldungen werden in der Reichweite zurückgestuft um nicht zu belästigen. Dies hat also erneut nichts mit der Einführung von Promoted Posts zu tun oder mit der Einschränkung der Reichweite aus heiterem Himmel.

Das Resultat aus diesen ganzen Gerüchten ist also folgendes: Die Einschränkungen der Reichweite für Posts auf Facebook hat also nichts mit der Einführung der Promoted Posts zu tun. Es hängt mit der Reizüberflutung der vielen und vor allem steigenden Postanzahl zu tun und des Weiteren mit der Funktion „Spam-Meldung“. In diesem Falle haben es die Facebook Seitenbetreiber selbst in der Hand ob sie interessanten, relevanten Inhalt posten und somit eine weite Reichweite erzielen, oder ob sie „jeden Mist“ raushauen und somit Spam-meldungen riskieren und in der Reichweite runtergestuft werden.

Facebook Nachrichten im neuen Design

Das neue Layout der Facebook Nachrichten ist da! Es erinnert mehr als zuvor an ein E-Mail Postfach, ist übersichtlicher und somit einfacher zu managen, sehr positive wie wir finden.

 

Hier die Neuerungen auf einen Blick:

  • Einzelne Nachrichten warden mit Name, Profilbild und den ersten Buchstaben der  Nachricht auf der linken Seite angezeigt
  • In dieser Seitenleiste befindet sich nun auch die Nachrichten-Suche
  • In der Seitenleiste befinden sich nun auch die verschiedenen Posteingänge (“Sonstiges”, “Archiviert”, “Spam”), zwischen denen man schnell wechseln kann
  • Beim Klicken auf eine nachricht wird diese, ohne neu geladen zu warden auf der rechten Seite angezeigt
  • Das Textfeld ist nun größer und man hat die Möglichkeit, wie beim Chat, Emoticons einzufügen
  • Die Inhalte der Nachrichten warden nun auch besser dargestellt, wie beispielsweise Bilder oder Dateien
  • Die Nachrichten verschiedener Tage werden innerhalb des Nachrichtenverlaufs durch Trennstriche deutlich markiert

Laut Facebook befinden sich alle Features momentan in einem weltweiten Roll-out, sodass jeder in nächster Zeit diese neue Ansicht der Facebook Nachrichten bei sich vorfinden wird.

 

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Instagram auf Facebook – Online/Offline Event

Bilder beeindrucken, überzeugen, bleiben im Kopf. Ein kurzer Blick auf ein Foto genügt, sofort ist die Emotion, der Ausdruck des Motives, die Atmosphäre verinnerlicht.
Dieses Prinzip haben die sozialen Netzwerke schon längst verstanden. Es wird gepostet, geliked, geteilt und kommentiert. Die erzeugte Aufmerksamkeit ist enorm.

Aus diesem Grund hat 27social Instagram für einen Kunden, Hercules Sägemann, eine 150 Jahre alte Kamm-Manufaktur entdeckt und mit großem Erfolg getestet.
Pünktlich zur Fashion Week Berlin 2012 war Instagram auf der Facebook Seite durch ein Tab eingebunden. 27social begleitete das Unternehmen während der Modewoche rund um die Uhr und hält die Fans auf Facebook auf dem Laufenden.

So funktioniert´s:
Die Gäste der Berlin Fashion Week und etliche Promigäste konnten sich vor dem Hercules Sägemann Stylebus von einem Fotografen ablichten lassen, aber natürlich auch selbst Bilder mit ihrem Smartphone machen.

 

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Die Bilder sollen mit dem Filter „Toaster“ bearbeitet sein, um den Hercules-Sägemann-Look zu wiederzuspiegeln.

Für diese Aktion haben wir direkt vor Ort in Berlin einen Fernseher sichtbar für die Gäste der Fashion Schauen aufgestellt und die Instagram Galerie gezeigt. So konnten die Gäste Bilder aufnehmen, hochladen und direkt auf der Seite bewundern.

Durch diese „Tags“ wurde über die drei Tage in Berlin und auch danach noch eine tolle Übersichtsseite mit allen schönen, verrückten, außergewöhnlichen Bildern erstellt auf der Fans, auf der Suche nach den eigenen Bildern geliked, kommentiert und geshared haben.

Hier geht´s zur Hercules Sägemann Instagram Aktion: http://web.stagram.com/tag/herculessaegemann